These are the days that I’ve been missing… (Song by Jamie Cullum)

Man kann zu sozialen Medien stehen wie man möchte, aber sie helfen einem auf jeden Fall dabei Erinnerungen wach zu halten und tun dies sogar aktiv. Heute auf den Tag genau – daran erinnerte mich Facebook gerade – saß ich mit meinem Vater und meinen Kindern in der Toskana in der Sonne am Strand. Das ist eine sehr schöne Erinnerung und zugleich eine sehr schmerzhafte, da es der letzte Urlaub war in dem mein Vater noch halbwegs fit war und auch leider kurz darauf starb. So sehr Eltern auch nerven können, würde ich alles hergeben, um noch einmal mit meiner Mutter oder meinem Vater streiten, lachen oder albern zu können.

„These are the days that I’ve been missing…“

these are the days

Bei der Verwirklichung des Traums von der eigenen Firma waren meine Eltern wie ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite wollten und haben sie mich immer unterstützt das zu tun womit ich erfolgreich sein könnte, auf der anderen Seite hatten sie entweder Angst um meine Zukunft oder wollten sich einmischen. Dies ist für beide Seiten nicht einfach. Mit etwas Abstand kann ich aber nur jedem empfehlen die Argumente der Eltern zumindest anzuhören und sich selber zu reflektieren. Keineswegs sollte jeder „gut gemeinte“ Rat der Eltern oder des direkten Umfelds befolgt werden, aber meistens kennen Eltern die Schwächen und Stärken ihrer Kinder schon ganz gut. Mit Business Angels und Investoren ist es ein wenig so wie mit den eigenen Eltern. Viele Gründer inklusive mir selber, sind der Meinung es gäbe nur den Weg den sie gehen wollen. Ältere und erfahrenere Menschen haben einfach viel mehr gesehen als ein junger Gründer und können Dinge daher öfters differenzierter beurteilen.

Ich selber habe mit meinem Vater viele Abende in dem Wintergarten vor dem Kamin meiner Eltern verbracht bei einem schönen Islay Whisky und über meine Ideen in der Firma gesprochen. Wir haben es leider nie geschafft konstruktiv über diese Themen zu sprechen, da wir aus dem Vater-Sohn-Ding nie so wirklich rausgekommen sind und ich seine Rückmeldungen zu meinen Ideen oft als Kritik gewertet habe. Es ist sehr schade, dass ich ihm das nicht mehr selbst sagen kann, aber ich bin mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, dass ich vieles dann doch zumindest teilweise so gemacht habe, wie er mir das geraten hat. Ich denke Eltern und ebenso Business Angels tuen einen guten Job, wenn ihre Ratschläge und Tipps genommen werde und Teile davon in den eigenen Ideen der Gründer umgesetzt werden.

Jedes Mal wenn ich jetzt an dunklen Abenden vor dem Kamin einen Single Malt von der Insel Islay trinke, denke ich an meinen Vater und seine Ideen und Erfahrungen aus seiner eigenen jahrzehntelangen Selbstständigkeit. Das vermisse ich und gibt mir trotzdem Kraft für meinen weiteren Weg.

„Sometimes when the nights are closing early, I remember you and I start to smile!“

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