It’s hard to not worry (Don’t worry, be happy by Bobby McFerrin)

English Version below

Wenn ich frisch gebackene Gründer auf Startup Veranstaltungen treffe, dann ist da nur „Happiness“ zu spüren. Ist ja auch verständlich die spannende Reise beginnt und Vollgas in die Zukunft. Da ist nichts von Sorgen zu spüren. Jeder der schon einmal gegründet hat und ein paar Jahre unterwegs ist, weiß aber dass die Hauptaufgabe eines Unternehmenslenkers ist sich Sorgen zu machen. Sei es Sorgen um den nächsten Auftrag, darum wie ich an neue Mitarbeiter komme oder mich von welchen trennen muss. Insbesondere finanzielle Sorgen, über die ich schon häufig gesprochen habe, stehen aber im Vordergrund. Natürlich sind die alle (zunächst) wie weggeblasen wenn das Produkt skaliert oder der Unternehmensverkauf geglückt ist, allerdings ist das erstens in den seltensten Startups der Fall und zweitens noch seltener, dass sich die Gründer – finanziell – nach dem Verkauf zur Ruhe setzen könnten.

Auf der anderen Seite ist es natürlich ebenso nicht gut die Sorgen die Oberhand ergreifen zu lassen. Dies führt nämlich zu zwar emotional (meist Angst) motivierten aber ausschließlich finanziell rationalen Entscheidungen und treibt eine Firma in die „Optimierungspirale“ bis bald nichts mehr zum Optimieren da ist und der Spirit und das gegenseitige Vertrauen der Mitarbeiter in die Führung und umgekehrt in der Firma auf null runtergefahren ist.

Für den Gründer gilt ohnehin der Grundsatz „in guten wie in schlechten Zeiten“. Aber durch die schlechten Zeiten durchzukommen und die Sorgen nicht Kontrolle übernehmen zu lassen und trotzdem diesen Funken Optimismus und Hoffnung beizubehalten, um die Belegschaft hinter sich zu halten ist schwierig. Jeder der in einem Sportverein ist und am Ligabetrieb teilnimmt weiß, dass in Aufstiegsmannschaften jeder gerne mitspielt, aber wenn es mal nicht so läuft, dann beginnt die Rebellion gegen den Trainer und untereinander, den Abstieg zu verhindern ist dann gar nicht so einfach.

Aus diesem Grund hatte ich mit dem Lied Don’t worry, be happy von Bobbie McFerrin, was die Jungs von Musketeers Engineering zum Jammen (die Version und das passende Interview findet ihr hier) ausgesucht hatten, am Anfang so meine Schwierigkeiten. Denn das Feeling für meine Erfahrungen in meinen diversen Gründungsprojekten kam nicht so rüber, da die Anfangszeit meiner Firma zwar noch präsent war aber trotzdem ich auch schon damals nicht so mit Leichtigkeit durch die Gründung gegangen bin. Das kann anders bei ausschließlich durch Venture Capital finanzierten Firmen sein, diesen Weg habe ich selber noch nicht bestritten, sondern nur von außen mitbekommen. Umso länger ich das Lied aber gehört habe und z.B. auch die Version von Alexis Troy feat. Eva Bardo gehört habe, welche mir persönlich sehr gut gefällt, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das Lied in beide Richtungen gut zu verstehen ist und dann im Endeffekt doch aufs Gründen passt.

Daher baue ich in meiner eigenen Version noch zusätzlich den Vers: „it sounds so f**in‘ easy, but it’s just so overwhelming hard, to not worry and just be happy“ ein. Denn jeder Gründer wünscht sich in solchen Zeiten an den Anfang zurück wo man einfach „happy“ und „not worried“ war, aber einfach ist das halt nicht immer.

– fabscriptor –

English Version

When I meet freshly baked founders at startup events, they just show „Happiness“. It’s understandable because the exciting journey begins and they go full throttle into the future. There is nothing to be worried about. Anyone who has ever started a business and is on the move for a few years knows that the main job of a business leader is to be worried. Be it worries about the next customer project, about how to get new employees or separate from them. However, financial worries, which I’ve talked about many times before, are in the foreground. Of course they are all blown away when the product is scaled or the company is sold, but this is the case firstly in the rarest startups and secondly even more rare that the founders could financially retire after the sale.

On the other hand, of course it is not good to let the worries get the upper hand. This leads to emotionally (mostly fear) motivated but only financially rational decisions and pushes a company into the „optimizing spiral“ until soon there is nothing to optimize and the spirit and the mutual trust of the employees in the leadership and conversely in the company is down to zero.

For the founder anyway the principle applies „in good times and in bad times“. But getting through the bad times and not letting the worries take control, while still keeping that spark of optimism and hope in order to keep the workforce behind is difficult. Anyone who is in a sports club and participates in the league, knows that in winner teams everyone likes to play, but if it does not work, then the rebellion against the coach begins and between the players; to prevent the descent is then not so easy.

That’s why I had difficulties with the song “Don’t worry, be happy” by Bobbie McFerrin, what the guys from Musketeers Engineering chose for our Jam Session (you can find the version and the according interview here). The feeling the original song caused in me did at first not align with my own experiences in my various start-up projects even though I remember the starting days of my company, but even then I did not go with ease through the startup period. This may be the case for venture capital-financed companies, but I have not contested that path myself, but only noticed it from the outside. But the longer I have listened to the song and especially the version of Alexis Troy feat. Eva Bardo, which I personally like very much, I have come to the conclusion that the song fits in both directions well and therefor also suits the topic.

Therefore, in my own version, I also add the verse: „it sounds so f ** in ‚easy, but it’s just so overwhelming hard, to not worry and just be happy.“ After all, every founder desires to get back to the beginning in times like these, when they were simply „happy“ and „not worried“, but that’s just not always easy.

– fabscriptor –

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